Mittwoch 24.02.16 20.00 Uhr

Mit Recht gegen die Macht

Veranstaltungsreihe: Mythos Eternauta
Lesung und Gespräch
Moderation: Herta Däubler-Gmelin
Begrüßung: Susanne Weber-Mosdorf
Wolfgang Kaleck ist in der Öffentlichkeit vor allem als Rechtsvertreter von Edward Snowden bekannt, doch seine juristische Arbeit ist viel umfangreicher. Als idealistischer junger Anwalt vertrat er zur Nachwendezeit in Deutschland Opfer von Neonazis und der Stasi. Bei Reisen in Südamerika traf er auf Menschen, deren Leben von Folter und Gewalt geprägt waren. Fortan widmete er sich ganz dem Kampf um die Menschenrechte – nicht als Einzelner, sondern als einer von vielen, die sich für eine bessere, solidarische Welt einsetzen. 2007 gründete Wolfgang Kaleck gemeinsam mit international aktiven Anwältinnen und Anwälten das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin, dessen Generalsekretär er seitdem ist. Seit 1998 setzte er sich außerdem in dem deutschen Menschenrechtsbündnis Koalition gegen Straflosigkeit dafür ein, dass die Verantwortlichen für die Ermordung und das so genannte Verschwindenlassen von Deutschen während der argentinischen Militärdiktatur zur Verantwortung gezogen werden. 2001 erstattete die Koalition gegen Straflosigkeit im Berliner Bundesjustizministerium Strafanzeige gegen die argentinischen Militärs wegen »Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord«. Als damalige Bundesjustizministerin unterstützte Herta Däubler-Gmelin diese Klage und das Anliegen der Hinterbliebenen. In einem Bericht von Boris Kanzleitner in den Lateinamerika-Nachrichten vom März 2001 wird Herta Däubler-Gmelin mit den Worten zitiert:»Ich teile Ihre Forderung nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Wahrheit, das bedeutet Aufklärung der Taten, und Gerechtigkeit, das bedeutet Strafverfolgung der Verantwortlichen.«

In seinem autobiographischen Bericht »Mit Recht gegen die Macht – Unser weltweiter Kampf für die Menschenrechte«, erschienen im September 2015 im Verlag Hanser Berlin, berichtet Wolfgang Kaleck u.a. von diesen ermutigenden Fortschritten bei der Aufarbeitung diktatorischer Massenverbrechen, vor allem in Südamerika: Dort wurden mit Efraín Ríos Montt (Guatemala) und Jorge Rafael Videla (Argentinien) zwei ehemalige Diktatoren für ihre Verbrechen verurteilt.

In Zusammenarbeit mit: avant-verlag, Akademie der Künste Berlin, Forschungsprojekt erc Narrative des Terrors und Verschwindens, Elisabeth Käsemann Stiftung, Memoria Abierta, Botschaft der Republik Argentinien

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes
in Facebook teilen
Bild: Mit Recht gegen die Macht - Wolfgang KaleckBild: Mit Recht gegen die Macht - Wolfgang KaleckBild: Mit Recht gegen die Macht - Wolfgang Kaleck
© Sebastian Wenzel
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Freitag
09.09.16
19.00 Uhr
Stuttgarter Lyriknacht
Anna Breitenbach, Achim Wagner, Ulrike Almut Sandig, Kerstin Preiwuß, Anna Escala, J. Marc Reichow, Jan Kopp
Montag
12.09.16
20.00 Uhr
Franz Kafka: Betrachung
Jan Peter Tripp, Hanns Zischler
Mittwoch
14.09.16
20.00 Uhr
Nora Webster
Colm Tóibín
Donnerstag
15.09.16
20.00 Uhr
Der Terror und seine Geschichte
Gilles Kepel, Huda Zein
Montag
19.09.16
11.00 Uhr
Was ist ein guter Essay?
Dr. Stephan Krass
Donnerstag
22.09.16
20.00 Uhr
Die Hochstapler
Alexander Adolph
23.09.16
bis
25.09.16
Hochstapeln - Ein Literaturfestival über Inszenierung und Täuschung
Freitag
23.09.16
20.00 Uhr
Fallensteller
Saša Stanišić
Freitag
23.09.16
21.00 Uhr
Liebesschwindelerregt
Thomas Meinecke, Angela Steidele
Freitag
23.09.16
23.00 Uhr
Geklaute Melodien
Thomas Meinecke, Andreas Vogel
Samstag
24.09.16
15.00 Uhr
Dear Clark. Studie eines Hochstaplers
Sara-Lena Maierhofer, Tobias Timm
Samstag
24.09.16
15.30 Uhr
Neue Identität gefällig?
Frank Bayh & Steff Rosenberger-Ochs
Samstag
24.09.16
16.00 Uhr
Felix Krulls Erben. Hochstaplerfiguren
Ulrich Bröckling, Dorothee Kimmich, Stephan Porombka
Samstag
24.09.16
18.00 Uhr
The Yes Men fix the World. Identitätskorrektur zur Rettung der Welt
Andy Bichlbaum, Martin Doll
Samstag
24.09.16
20.00 Uhr
Normalverdiener und Größenwahn
Kathrin Röggla, Thomas Macho
Sonntag
25.09.16
11.00 Uhr
Hochgestapelt. Tief gefallen.
Per Leo, Leonhard Horowski
Sonntag
25.09.16
11.00 Uhr
Neue Identität gefällig?
Frank Bayh & Steff Rosenberger-Ochs
Sonntag
25.09.16
14.00 Uhr
Mimikry. Literaturfälscherei zum Mitmachen
Cornelius Reiber, Philipp Albers
Sonntag
25.09.16
16.00 Uhr
Entspanntes Schwindeln? Ghostwriting in der Wissenschaft
Anna Kunze, Philipp Theisohn
Sonntag
25.09.16
17.00 Uhr
Schöner Schein
Teresa Präauer, Aleš Steger
Sonntag
25.09.16
18.30 Uhr
Falsche Fährten
César Aira
Sonntag
25.09.16
20.00 Uhr
Lockerungsübungen. Ein literarischer Hochstapler-Apéro
Robert Stadlober
Sonntag
25.09.16
20.15 Uhr
Hinter Gittern und im Rampenlicht
Felicitas Hoppe, Erika Tophoven
Montag
26.09.16
20.00 Uhr
Catch Me If You Can
Mittwoch
28.09.16
20.00 Uhr
Umbruch
Gerhard Stadelmaier
Donnerstag
29.09.16
20.00 Uhr
Das Leben und Sterben der Flugzeuge
Heinrich Steinfest
Freitag
30.09.16
20.00 Uhr
Nachts ist es leise in Teheran
Shida Bazyar
Sonntag
02.10.16
20.00 Uhr
Barry Lyndon
Dienstag
04.10.16
20.00 Uhr
Nur die Sonne war Zeuge
Mittwoch
05.10.16
20.00 Uhr
Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Samstag
19.11.16
20.00 Uhr
Das Schloss
Theater Bremen, Kafka Band